
Auf der Suche nach talentierten Flechterinnen, reisten die Schwestern Paola und Lorena Sariñana vor mehr als 20 Jahren in die bewaldeten Hügel der Region Guerrero im Süden Mexikos, wo Palmen reichlich wachsen und die lokale Bevölkerung diese Naturfaser seit Hunderten von Jahren nutzt.
Nachdem die Palmblätter erntebereit sind, werden sie geschnitten, gekocht und anschliessend in der Sonne getrocknet. Danach werden sie zu langen Zöpfe geflochten. Das anschliessende Färben der Zöpfe erfordert viel Erfahrung. Zum Schluss werden die Zöpfe mit der Nähmaschine zu Körben zusammengenäht.
Ursprünglich wurden Palmkörbe aus einer Lage hergestellt. Als Paola und Lorena die doppelte Lage entwickelten, eröffnete sich eine Welt voller neuer Gestaltungsmöglichkeiten. Die doppelte Korbwand erlaubt die Platzierung verschiedener Farben an der Innen- und Aussenwand des Korbes und macht ihn zudem stabiler und langlebiger.

Archäologische Funde von Kunst- und Handwerksprodukten aus der Region Guerrero reichen bis etwa 300 v. Chr. zurück.